Energieeffizienzhaus – so bauen Sie energieeffizient

  • Wie finden Sie eine seriöse Baufirma, die Ihre Wünsche und Ansprüche umsetzt?
  • Wie können Sie Ihr Energieeffizienzhaus leichter finanzieren?
  • Inwiefern ermöglicht ein energieautarkes Haus mehr Unabhängigkeit?
  • Wie hilft Ihnen smarte Technik, Energie zu sparen?

Wir beantworten die wichtigsten Fragen und geben hilfreiche Tipps rund um energieeffizientes Bauen. 

31.03.2026
Individuell, funktional und energieeffizient – an moderne Häuser werden viele Ansprüche gestellt.
An den Bau von Eigenheimen stellen Besitzer heute weitaus höhere Ansprüche als noch vor wenigen Jahren. Heutzutage geht es vor allem darum, umweltbewusst und energieeffizient zu bauen. Foto: Design 163 von Frammelsberger

Energieeffizienzhaus bauen: zukunftssicher & umweltfreundlich

Heute entscheiden sich viele Menschen dafür, selbst zu bauen beziehungsweise in Zusammenarbeit mit versierten Fachhandwerkern. Bei der Planung und Umsetzung des Hausbaus kommt es aber nicht nur auf ästhetische und architektonische Aspekte an, sondern gerade in der heutigen Zeit mehr denn je auf Energieeffizienz und Funktionalität. Doch worauf ist beim Hausbau zu achten, um schlussendlich möglichst umweltfreundlich zu leben? Welche Tipps helfen dabei, ein Energieeffizienzhaus zu bauen? Wir klären Sie über die zentralen Aspekte auf, wenn Sie energieeffizient bauen möchten.

Aufgrund explodierender Energiepreise ist die Nachfrage nach Niedrigenergiehäusern immens. Dementsprechend groß ist auch der Markt an Baufirmen, die sich auf genau diese Art von Häusern spezialisiert haben. Wie finden Sie nun den optimalen Partner für Ihr Projekt? Wichtig ist es, Angebote zu vergleichen sowie mit einer Firma zusammenzuarbeiten, deren Leistungen den Vorstellungen der Bauherren entsprechen. Um das passende Unternehmen für Ihren Plan vom Bau eines Energieeffizienzhauses zu finden, sollten Sie sowohl Erfahrung und Professionalität als auch den Leistungsumfang im Auge haben. Manche Baufirmen arbeiten mit Fertighäusern, die auf dem Grundstück lediglich „zusammengesetzt“ werden müssen. Andere Anbieter fungieren nur als Vermittler zwischen Eigentümern und Handwerkern. Und wiederum andere Firmen bieten einen Rundum-Service beim Bau von Energieeffizienzhäusern. So kann der Eigentümer entscheiden, welchen Service er wünscht, und die entsprechende Firma für sein Bauprojekt wählen.

Ein Energieeffizienzhaus zu bauen, ist mit einem hohen Investment verbunden – zahlt sich aber auf lange Sicht gesehen aus. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert zudem Bau- und Sanierungsprojekte, die Häuser energieeffizient gestalten. Sie bietet bei speziellen Baukrediten günstige Tarife und Tilgungszuschüsse für Bauherren, sodass es insgesamt günstiger und einfacher wird, ein energieeffizientes Haus zu bauen. Es lohnt sich, gerade bei einem Niedrigenergiehaus, einen KfW-Kredit anzufragen, zumal die meisten Eigentümer nicht allein mit Eigenkapital bauen können. Die KfW arbeitet mit eigenen Standards, die unterschiedlichen Einfluss auf die Fördersumme nehmen. Bei der richtigen Kombination von verschiedenen Zuschüssen können Eigentümer ihr Energieeffizienzhaus schnell bauen und abbezahlen. Niedrigenergiehäuser gemäß KfW-Standard besitzen eine Kennzahl; zum Beispiel KfW-Effizienzhaus 55 oder KfW-Effizienzhaus 40. Wichtig zu wissen: Je kleiner die Kennzahl, desto energieeffizienter das Haus.

Ein Energieeffizienzhaus besitzt meist eine PV-Anlage.
Eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hilft dabei, möglichst autark Energie zu gewinnen. Häuser sind somit nicht mehr auf das Stromnetz angewiesen. Foto: Kundenhaus Boneberg von WeberHaus

Sicher möchten Sie nicht nur energieeffizient bauen, sondern auch umweltschonend. Es empfiehlt sich, auf natürliche Materialien wie Holz sowie auf modernste Technik zu setzen. Möglich ist beispielsweise die Dämmung des Hauses mit Rohstoffen natürlichen Ursprungs. Das schont die Umwelt, da diese Stoffe natürlich abbaubar und nachwachsend sind – im Gegensatz zu künstlich hergestellten Dämmstoffen, die womöglich sogar gesundheitsgefährdend sein können. Vor allem bei der Heizungs- und Warmwasseranlage sollten Sie auf moderne Geräte zurückgreifen, die energiesparend arbeiten. Kalkulieren und vergleichen Sie hierbei Preise, Leistungen sowie den Verbrauch, um sich dann für das Modell zu entscheiden, das am besten zum eigenen Energieverbrauch passt.

Tatsächlich gilt beim Energieeffizienzhaus der Grundsatz: Viele Maßnahmen helfen viel. Eigentümer haben verschiedene Möglichkeiten, ein energiesparendes Haus baulich und in Bezug auf Technik sowie Geräte zu realisieren. Je mehr sie davon umsetzen, desto besser ist es für die Bilanz. Mögliche Aspekte sind zum Beispiel:

  • Dämmung der Außenwände, der Dachflächen und des Kellers
  • Fenster mit Dreifachverglasung
  • Einbau einer effizienten Heizung
  • Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung
  • Installation einer Solarthermie-Anlage auf dem Dach, möglicherweise in Kombination mit einer Photovoltaik-Anlage
  • Einbau von Sonnenschutz und sommerlichem Wärmeschutz

Auch hier kann eine auf energieeffizientes Bauen spezialisierte Baufirma bei Planung und Umsetzung helfen. Denn während einzelne Schritte zwar bereits immense Vorteile bieten, multiplizieren diese sich zusätzlich durch ein gut geplantes Maßnahmenpaket.  So hilft eine gute Wärmedämmung dabei, die Wärmeverluste des Hauses zu minimieren. Den gleichen Effekt realisieren dreifach verglaste Fenster, die oft zusammen mit hochdämmenden Rahmen eingebaut werden. In Kombination mit einer effizienten Heizungsanlage, die die Räume mithilfe einer Fußbodenheizungerwärmt, lässt sich das Haus im Winter besonders günstig aufheizen. Wer ein Energieeffizienzhaus bauen möchte, sollte alle Faktoren im Blick behalten.

Energieeffizientes Bauen: Auch Smart Home kann Teil davon sein.
Praktisch alles im Haus über eine App auf dem Smartphone steuern können – Smart Home macht’s möglich.

Energieeffizient zu Bauen zielt neben den Energiekosteneinsparungen auch darauf ab, irgendwann autark leben zu können, ohne den Preisentwicklungen am Markt ausgeliefert zu sein. In diesem Zusammenhang bezieht sich die Autarkie vorwiegend auf die Energieversorgung des Hauses. Ein energieautarkes Haus gewinnt die für die Heizung, Strom- und Warmwasserversorgung notwendige Energie aus erneuerbaren Energien, die wesentlich umweltschonender sind als fossile Ressourcen wie Kohle oder auch Atomenergie. Zugleich erhöht eine höhere energetische Unabhängigkeit langfristig den Wert der Immobilie und stärkt die Versorgungssicherheit des Haushalts. Das erklärte Ziel ist es, sich vom öffentlichen Stromnetz zu lösen – und somit auch von Preissteigerungen. Um dies zu erreichen, ist es jedoch notwendig, im Vorfeld in das Eigenheim zu investieren. Doch auch hier greift die oben beschriebene Förderung der KfW.

Was für viele klingt wie aus einer fernen Zukunftsvision, ist in modernen Häusern bereits Realität: Hausbesitzer können fast alles in ihren vier Wänden per Smartphone steuern. Das betrifft sowohl Licht, Rollläden und Heizung als auch Alarmanlagen, Kamerasysteme an der Haustür und in der Garage sowie viele weitere Features. Wenn Sie nun glauben, dass Sie ein Smart Home gar nicht benötigen, bedenken Sie: Auch Ihre Heizanlage lässt sich smart steuern, sodass das Haus weniger beheizt ist, wenn niemand da ist – und sich auf eine angenehme Raumtemperaturerwärmt, wenn die Bewohner nach Hause kommen. So arbeitet die Heizung nur dann, wenn sie gebraucht wird. Außerdem können die Rollläden entweder per Zeitschaltuhr zu einer bestimmten Zeit heruntergelassen oder per Handy-App manuell gesteuert werden – denn auch Rollläden können an kühlen Tagen zur Einsparung von Heizkosten beitragen. Planen Sie, ein Energieeffizienzhaus zu bauen, bietet es sich an, Smart Home zu integrieren, da dieses System im Bau wenige Ressourcen in Anspruch nimmt und in der späteren Nutzung immense Vorteile bietet.

Extra-Tipp: Nicht nur energieeffizient bauen – auch renovieren und sanieren

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass der Trend zum Energieeffizienzhaus sowie zum energiesparenden Bauen und Wohnen nicht nur beliebter wird, sondern angesichts des Klimawandels und steigender Energiepreise auch notwendig ist. Deshalb profitieren von den oben beschriebenen Tipps nicht nur Eigentümer, die neu bauen wollen. Auch als Besitzer von Bestandsgebäuden haben Sie die Möglichkeit, Ihr Haus energieeffizient zu gestalten. Moderne Dämmmaterialien lassen sich bei vielen Immobilien nachträglich installieren, zum Beispiel eine Photovoltaik-Anlage. Wer also eine Bestandsimmobilie kauft oder besitzt, kann ebenfalls einen Kredit bei der KfW aufnehmen und sein Haus zum Energieeffizienzhaus umbauen.

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Monika Läufle

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Außenansicht Design 163 von Frammelsberger

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